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Wenn Tiere Hilfe brauchen

Kühle Nächte, buntes Laub und früher einsetzende Dunkelheit: Im Herbst sind viele Tiere auf Futtersuche oder unterwegs zu ihren Winterquartieren. Dabei begegnen uns im Stadtgebiet manchmal Igel, Vögel, Fledermäuse oder auch Haustiere, die hilfsbedürftig wirken. Doch nicht jedes Tier, das allein unterwegs ist, braucht sofort unsere Hilfe. Oft hilft es am meisten, genau hinzusehen und Ruhe zu bewahren.

Erst beobachten, dann handeln

Ein Jungvogel am Boden wirkt schnell verlassen – häufig wird er aber weiterhin von seinen Eltern gefüttert. Auch Igel können im Herbst tagsüber aktiv sein und Fledermäuse, Wildkaninchen oder Rehkitze ruhen manchmal an Orten, die für uns ungewöhnlich aussehen.Bitte beobachten Sie Wildtiere zunächst aus sicherer Entfernung. Greifen Sie nur ein, wenn das Tier sichtbar verletzt oder blutend ist, torkelt, sehr schwach oder apathisch wirkt oder sich an einem gefährlichen Ort befindet – etwa auf einer Straße, in einem Lichtschacht oder in einer Baugrube.

Bei Igeln gilt: Ein Tier, das abends unterwegs ist, ist meist ganz normal auf Futtersuche. Besonders aufmerksam sollten Sie jedoch bei verletzten, untergewichtigen oder auffällig ruhigen Igeln sein. Im Spätherbst kann auch ein Igel mit weniger als 500 Gramm Körpergewicht Hilfe benötigen.

So können Sie einem kleinen Wildtier helfen

Wenn ein Tier tatsächlich Hilfe braucht:

  • Sichern Sie es vorsichtig, zum Beispiel mit einem Tuch oder Handschuhen.

  • Setzen Sie es in einen gut belüfteten Karton mit Küchenpapier oder einem Handtuch.

  • Halten Sie das Tier warm, ruhig und dunkel.

  • Bitte geben Sie zunächst kein Futter und kein Wasser – das kann mehr schaden als helfen.

  • Holen Sie möglichst schnell fachkundigen Rat bei einer Wildtierstation oder einer Tierarztpraxis ein.

Eine praktische Erste-Hilfe-Checkliste speziell für Igel stellt Pro Igel e. V. bereit:

www.pro-igel.de/checkliste-erste-hilfe/

Wenn Haustiere in Not geraten

Auch Hunde und Katzen können durch Unfälle, Krankheit oder Orientierungslosigkeit in Not geraten. Ein herrenloser Hund sollte bitte umgehend gemeldet werden.

Bei Katzen ist besondere Aufmerksamkeit gefragt: Eine gepflegte, gesund und wohlgenährt wirkende Katze ist häufig ein Freigänger und sollte nicht einfach mitgenommen werden. Wirkt sie dagegen verletzt, krank, stark abgemagert, hat struppiges Fell oder verhält sich apathisch, melden Sie sich bitte bei uns. Gemeinsam kann dann das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

Wichtig zu wissen:

Fundtiere sollten grundsätzlich gemeldet werden. So kann die Halterin oder der Halter ermittelt werden und das Tier erhält die notwendige Versorgung. Auch verendete Fundtiere sollten gemeldet werden, damit mögliche Halter*innen informiert werden können.

Für Finder*innen entstehen bei der Meldung und der abgestimmten Versorgung eines Fundtiers keine Kosten.

Erinnerung für Katzenhalter*innen

Seit dem 1. Juli 2026 gilt in Schleswig-Holstein die landesweite Katzenschutzverordnung. Katzen mit unkontrolliertem Freigang müssen kastriert, dauerhaft gekennzeichnet und in einem Haustierregister registriert sein.

Für Katzen, die bereits vor Inkrafttreten der Verordnung Freigang hatten, läuft die Übergangsfrist noch bis zum 31. Dezember 2026.

Kontakt:

Bei Fragen zu Fundtieren oder bei Tieren in Not helfen wir Ihnen gerne weiter:

Stadt Schwarzenbek
Ordnungsamt

E-Mail: ordnungsamt@schwarzenbek.de

Tierschutz Schwarzenbek und Umgebung e. V.
Telefon: 04151 7798
E-Mail: info@tierschutz-schwarzenbek.de